6.2 Arbeitskreise von Eltern und deren Vernetzung
Arbeitskreise von Eltern
Die Zielsetzung der Schule: Mädchen und junge Frauen bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten zu begleiten und zu fördern sowie ihnen Wissen zu vermitteln, damit sie diese Welt zu ihrem Gelingen mitgestalten, setzt ein vertrauensvolle Miteinander von Eltern und Lehrern voraus. Eltern geben die Verantwortung für ihre Tochter nicht am Schuleingang ab. Die Wahl einer Mädchenschule in privater Trägerschaft drückt eine bewusste Entscheidung der Eltern für die Marienschule als Gemeinschaft von Schülerinnen und Lehrern/innen aus, in der die eigene Tochter außerhäusliche Bildung und Erziehung erfahren soll. Diese Entscheidung beinhaltet die Bereitschaft zur Mitverantwortung nicht nur in den Gremien der Klassen-, Stufen- und Schulpflegschaft, sondern auch in Arbeitskreisen von interessierten Eltern. Bislang sind solche Arbeitskreise aus dem Dialog in der Schulpflegschaft entstanden. Sie wollen aktuelle Themen im Leben der Schule aus Elternsicht vertiefen (in der Vergangenheit z.B. zur Begabtenförderung, zum Fremdsprachenangebot im Differenzierungsbereich 9/10 und zur LRS-Förderung) oder versuchen, neue Impulse für die Schule zu setzen (so z.B. der AK "Schulvisionen").
Im AK "Schulvisionen", der aus der Initiative von Eltern entstand, wurde im Gespräch von Eltern und Lehrern/innen die Idee des Sozialpraktikums an unserer Schule entwickelt.
Eine gute Tradition hat die Mitarbeit von Eltern im schulischen Alltagsleben.
Einzelne Mütter halfen und helfen zuverlässig bei der Betreuung der Schulbibliothek und assistieren so der Leiterin der Schulbibliothek.
Vernetzung von Elternarbeit
Elternarbeit, die wirksam sein will, braucht immer wieder den Austausch der Eltern untereinander, die gegenseitige Information und das gemeinsame Gespräch. Das geschieht in der Marienschule natürlich auch auf dem "institutionalisierten Weg" der Klassen- und Stufenpflegschaften, deren Vertreter und Stellvertreter wiederum die Schulpflegschaft bilden. Die Eltern mancher Klassen treffen sich zum "Elternstammtisch", um dort im lockeren Kreis und in einer mehr privaten Atmosphäre über gemeinsame Angelegenheiten miteinander sprechen zu können. Schon wegen des großen Einzugsbereichs der Marienschule, in dem viele Eltern sich eben nicht aus der Nachbarschaft oder der gemeinsamen Grundschulzeit ihrer Töchter kennen, ist diese zusätzliche Möglichkeit zum Austausch sinnvoll. Dem gegenseitigen Kennenlernen und der Förderung des klassen- und stufenübergreifenden Dialogs dienen auch die "Kamingespräche", zu denen der Schulpflegschaftsvorsitzende die Klassenpflegschaftsvorsitzenden und ihre Stellvertreter einmal im Jahr im privaten Rahmen einlädt.
Elternwille und Gestaltungsbereitschaft der Eltern artikulieren sich auch in der Zugehörigkeit zu verschiedenen regionalen und überregionalen Verbänden und Arbeitskreisen. Die Eltern der Marienschule sind vertreten in der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW und in der KED ("Katholische Elternschaft Deutschlands") im Bistum Münster. Beide Verbände treten für das Elterninteresse bei der Landesregierung ein. Die KED, die als Verband vor allem die Eltern katholischer Privatschulen vertritt, engagiert sich für das Elternrecht in Staat und Kirche und für den Erhalt und gegen eine Schlechterstellung der privaten Ersatzschulen. Mitgestaltend, mitberatend und im Gespräch mit anderen Schulen ist die Elternschaft der Marienschule auch durch ihre Zugehörigkeit zur "Arbeitsgemeinschaft der Schulpflegschaftsvorsitzenden der freien katholischen Schulen im Bistum Münster" und zum "Arbeitskreis der Schulpflegschaftsvorsitzenden der Gymnasien in Münster", in dem alle öffentlichen und privaten Gymnasien der Stadt Münster zusammengeschlossen sind