7.3 Konzept "Erziehung stärken"
Die Vermittlung und Förderung sozialer Kompetenzen von Schülerinnen/Schülern ist zentraler Bildungs- und Erziehungsauftrag von Familie und Schule. Um später zu einem gemeinschaftsfähigen erwachsenen Menschen zu werden, bedarf er schon frühzeitig des sozialen Lernens. Darunter versteht man die Aneignung von Normen, Werthaltungen und sozialen Fertigkeiten. Aufgrund entwicklungsstörender gesellschaftlicher Einflüsse kann die Schule immer weniger davon ausgehen, dass Kinder von zu Hause ein fertiges soziales Verhaltensrepertoire mitbringen. Deshalb muss die Schule in wesentlich stärkerem Maße als bisher das Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern gezielt fördern. Je früher mit der schulischen Sozialerziehung begonnen wird, desto prägender wirkt sie und desto besser ist die Vorbeugung gegen Verhaltensauffälligkeiten.
Die Marienschule sieht es als ihre Aufgabe an, mehr zu tun als Regeln aufzustellen und bei deren Verletzungen mit Sanktionen zu reagieren. Unter Sozialerziehung versteht die Marienschule, eine positive, wertschätzende Beziehung zu den Schülerinnen aufzubauen, ihnen ein glaubwürdiges Sozialverhalten vorzuleben und durch Fördermaßnahmen die sozialen Einstellungen und Fertigkeiten der Schülerinnen gezielt zu unterstützen. Für eine ganzheitliche Förderung sollten Methoden- und Sozialkompetenzen gleichgewichtig sein mit Fach- und Sachkompetenzen. Die Schülerinnen sollen u.a. lernen miteinander zu leben, zusammenzuarbeiten, Aggressionen zu bewältigen, Vorurteile zu vermeiden und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Die erziehungsorientierte Konzeption der Marienschule beinhaltet daher folgende Bausteine:
1. Erziehungsorientierte Beratungsmaßnahmen in der Schule:
2. Förderung des Erziehungsdialogs mit Eltern
3. Projektorientierte Sozialerziehung
4. Besondere Erziehungsmaßnahmen
5. Förderung des sozialen Engagements
Die diesem Konzept zur Sozialerziehung zu Grunde liegende Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und der Marienschule bietet den Schülerinnen Raum und Möglichkeiten zur Bewusstmachung und Entwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten, um zu einem sozial-verantwortlichen Mitglied unserer Gesellschaft zu werden.
Das Konzept "Erziehung stärken" kann geeignet sein, Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten zu ersetzen und Verhalten - schon im Vorfeld - positiv zu beeinflussen. Die Marienschule möchte mit allen am Schulleben beteiligten - auch mit dem Träger - über dieses Modell in den Dialog eintreten und in absehbarer Zeit fragen, ob dieses Konzept greift.