3.5 Suchtberatung / Prävention
Die Suchtberatung ist integraler Bestandteil des Curriculums bestimmter Fächer, z.B. Biologie, Religion, Sozialwissenschaften, Deutsch, da es im Sinne des psychosozialen Ansatzes der Prävention vorrangiges Ziel ist, die Persönlichkeit der heranwachsenden Schülerinnen so zu stärken, dass altersbedingte Risikobereitschaft und Verantwortung für sich selbst in Einklang kommen. Außerdem bieten diese Fächer in besonderer Weise die Möglichkeit, Phänomene wie Gruppendruck, Ausgrenzung und Fremdbestimmung, die bei einer Suchtkarriere eine Rolle spielen, zu reflektieren und sich damit auseinander zu setzen.
Neben dieser Tätigkeit vieler Kollegen/innen gibt es eine ausgebildete Fachkraft für Suchtprävention, die in Zusammenarbeit mit andern Kollegen/innen Elterninformationsabende organisiert, an denen die Eltern der Schülerinnen im 7. und 8. Jahrgang mit Mitarbeitern der Drogenberatungsstelle oder Eltern, die im Bereich der Suchtprävention arbeiten, die Probleme ihrer heranwachsenden Töchter in Bezug auf Partys, Umgang mit Alkohol und Zigaretten usw. diskutieren können. Auf diese Weise soll eine Vertrauensbasis zwischen Schule und Elternhaus geschaffen werden, so dass Eltern im Fall eines Suchtproblems keine Sorge haben, sich auch in der Schule Hilfe zu suchen. Die Hilfe im Einzelfall hat an der Marienschule den gleichen Stellenwert wie die Informations- und Präventionsarbeit.
Für einzelne Altersstufen werden darüber hinaus noch besondere präventive Maßnahmen angeboten.
Grundsätzlich ist unbestritten, dass die beste Suchtprävention ein Schulklima ist, das von Vertrauen, Verständnis für die Jugendlichen und die Bemühung um jede einzelne Schülerin geprägt ist.