5.2 Motivation durch Wettbewerbe
Die unterschiedlichen Wettbewerbe verstärken die Freude an den Inhalten der Schulfächer und fördern die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen. Jeder Wettbewerb ist mit Platzierungen und Preisen verbunden, sodass die Schülerinnen den Wert besonderer Leistungen erkennen können und gleichzeitig eine möglicherweise nicht erreichte Platzierung tolerieren lernen müssen.
Die alljährlich wiederkehrenden Wettbewerbe, deren Ergebnisse der Schulgemeinde und der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden, sollen auch dazu beitragen, dass die Schülerinnen sich verstärkt mit der Marienschule identifizieren (siehe "Auszeichnungen bei Wettbewerben").
Wettbewerbe im Fach Deutsch
Seit über zehn Jahren führt die Fachschaft Deutsch in den Jahrgangsstufen 5 - 7 verschiedene schulinterne Wettbewerbe durch.
Die Sextanerinnen werden aufgefordert, Geschichten rund um "Bibli-Jo", dem Maskottchen der Schulbibliothek zu schreiben. Durch diesen Erzählwettbewerb werden die Schülerinnen an die Schulbibliothek herangeführt und lernen sie besser kennen.
In der Jahrgangsstufe 6 wird in Zusammenarbeit mit der "Stiftung lesen" ein Vorlesewettbewerb veranstaltet. Die Vorbereitung auf diesen Wettbewerb dient auch dazu, die Schülerinnen mit altersgemäßer Jugendliteratur näher vertraut zu machen und weniger leseinteressierte Kinder an das Medium Buch heranzuführen.
In der Jahrgangsstufe 7 lädt die Fachschaft alle Schülerinnen zu einem Balladenwettbewerb ein, bei dem es um das Kennenlernen vieler unterschiedlicher Balladen und einen gelungenen Vortrag geht.
Um die fachliche Kompetenz auch in den Jahrgangsstufen 8-10 auf besondere Weise zu fördern, hat die Fachschaft Deutsch einen Schreibwettbewerb ins Leben gerufen. Die Schülerinnen sind dazu eingeladen, entweder lyrische Texte oder Kurzprosa zu verfassen. Sie werden durch entsprechende Unterrichtsreihen motiviert und angeleitet, eigene Texte zu erstellen. Die Arbeiten werden nicht prämiert, sondern einmal jährlich an einem Abend den Mitschülerinnen der Marienschule in einem feierlich gestalteten Rahmen im Musikraum vorgetragen. Dieser Wettbewerb unterstützt das produktorientierte Lernen, die eigene Kreativität und die Ausdrucksfähigkeit der Schülerinnen.
Fremdsprachenwettbewerb
Fremdsprachliche Kompetenz stellt im zusammenwachsenden Europa eine wesentliche Qualifikation dar. Sprachenlernen öffnet Türen, erfordert aber auch die Bereitschaft zu Anstrengung und Leistung. Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist ein motivierender Anreiz, sich mit Sprache kreativ auseinanderzusetzen.
Seit 1996 nimmt die Marienschule regelmäßig am Bundeswettbewerb teil. Die Palette der eingereichten Beiträge, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil (Video, CD) bestehen müssen, ist vielfältig. Die Marienschülerinnen erstellten in den letzten Jahren Kalendergeschichten, Hörspiele, Brettspiele und Photoromane sowie Arbeiten, die in Verbindung mit dem bilingualen Biologieunterricht entstanden.
Die Arbeiten in englischer Sprache verbuchten bisher immer großartige Erfolge. So konnten die Schülerinnen der Marienschule in all den Jahren die Jury überzeugen und wurden beim Landeswettbewerb / Bundesentscheid immer mit vorderen Plätzen belohnt.
Da der Erfolg die Schülerinnen stets motivierte, wird die Marienschule diese Tradition fortsetzen.
Wettbewerbe im Fach Kunst
Die Teilnahme an Wettbewerben im Fach Kunst kann für die Schülerinnen ein Anreiz sein, sich intensiv mit einem Thema oder vertiefend mit einer künstlerischen Technik oder auch einem Material auseinanderzusetzen. Die Zielvorgabe der Gestaltung eines Wettbewerbbeitrages erhöht in der Regel die Motivation und das Engagement einer gesamten Lerngruppe.
Marienschülerinnen haben schon häufig, teilweise sehr erfolgreich an unterschiedlichen Wettbewerben teilgenommen, so z.B.:
Kreative Jugend baut Europa
(europäischer Wettbewerb von Commerzbank und Rheinischem Merkur)
Jugend Creativ
(internationaler Jugendwettbewerb der Volksbanken)
Karikaturenwettbewerb des Studienkreises Tauromaquia
(Druckgrafikwettbewerb des Picassomuseums Münster)
Wettbewerb in Geschichte und Politik
Da historisches Erinnern konstitutives Element jeder Orientierung in der Gegenwart ist und einen unverzichtbaren Teil zur politischen Bildung der Jugendlichen und Heranwachsenden beiträgt, wird an der Marienschule besonderer Wert auf die Auseinandersetzung mit Geschichte gelegt - im Fachunterricht, aber auch darüber hinaus.
Aus der Vielzahl von geförderten und begleiteten Projekten, die in zunehmend selbst gesteuerten Lernprozessen zur historischen Bildung beitragen, soll hier besonders die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten erwähnt werden. Dieser wird alle zwei Jahre bundesweit ausgeschrieben und stellt für die Schülerinnen eine äußerst gewinnbringende Möglichkeit historischer Projektarbeit unter vorgegebenen Themen dar. Der Lernprozess wird an der Marienschule in vielfältiger Weise gefördert und unterstützt, z.B. durch Workshop-Angebote und eine individuelle Betreuung durch Tutoren während der gesamten Erarbeitungszeit, die neben der Motivation auch inhaltliche und methodische Unterstützung bieten. Wie erfolgreich Schülerinnen sein können, wenn ihnen die Möglichkeiten und Anreize zur Entfaltung ihrer individuellen Lernwege sowie der erforderlichen Hilfe zur Selbständigkeit gegeben werden, haben die hervorragenden Ergebnisse der letzten Geschichtswettbewerbe gezeigt, wie der 3. Platz bundesweit im Jahr 2003 belegt.
Neben den Geldpreisen, der Teilnahmemöglichkeit am Akademieprogramm und der Auszeichnung durch den Bundespräsidenten bietet der Wettbewerb für alle die Erkenntnis, dass intensive Arbeit und Spaß, Eigeninitiative und Anleitung, Lernen und Forschen keine Gegensätze sein müssen.
Viele Schülerinnen beteiligen sich jährlich an dem Wettbewerb "Deutschland und seine östlichen Nachbarn". Teilweise geschieht dieses in Form von Einzelarbeiten oder Gruppenarbeiten. Auch der Politikunterricht in den Klassen 6 und 8 wird zuweilen zur Vorbereitung dieses Wettbewerbes genutzt. Hierbei ist die Marienschule sehr erfolgreich und stellte in den vergangenen Jahren auch Landessieger.
Wettbewerb Mathematik
Den Schülerinnen werden Wettbewerbe wie z.B. die Mathematik - Olympiade vorgestellt, sie werden zur Teilnahme ermutigt, und wenn möglich auch durch das Üben von Strategien und zur Verfügung gestellten Aufgaben an der Schule konkret darauf vorbereitet. Jedes Jahr nehmen Schülerinnen an der ersten Runde der Mathematik - Olympiade teil, die in Münster stattfindet. Die Besten unter ihnen qualifizieren sich für die nächste Runde und können schließlich überregionale Platzierungen erreichen.
Teilnehmerinnen am Bundeswettbewerb Mathematik finden an der Schule Ermutigung und eine Anlaufstelle für Fragen.
Weitere Wettbewerbe, z.B. der internationale Känguru-Wettbewerb, finden Begeisterte, die damit auch bei anderen Interesse und Begeisterung für unkonventionellere Aufgaben der Mathematik wecken.
Wettbewerbe der Naturwissenschaften
Per Aushang oder mündliche Bekanntgabe im Physikunterricht werden die Schülerinnen laufend über die aktuellen Wettbewerbe im physikalisch-technischen Bereich informiert. Interessierte Schülerinnen erhalten die Wettbewerbsunterlagen.
Bisher konnten die Schülerinnen bei der Bearbeitung der Wettbewerbsaufgaben im Rahmen der AG SELMA durch eine Physiklehrkraft unterstützt werden.
Mehrmals erreichten dadurch einige Schülerinnen der Mittelstufe einen 1., 2. oder 3. Platz beim bundesweiten Wettbewerb Physik für die Sekundarstufe I.
Am VDE-Wettbewerb "invent a chip" nahmen mehrere Schülerinnen der Stufe 10 mit Erfolg teil.
Jugend forscht - Schüler experimentieren ist der Nachwuchswettbewerb in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Schülerinnen können sich einzeln oder in Gruppen von zwei bis drei Schülerinnen mit einem selbst gewählten Thema aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik oder Technik beim Landeswettbewerbsleiter anmelden. Zunächst muss die schriftliche Arbeit pünktlich abgegeben sein. Die Präsentation am Wettbewerbstag findet später statt. Wer dort einen 1. Preis erhält, kann sich der Jury auf Landesebene stellen. Für die jüngeren Schülerinnen (bis 15 Jahre) endet der Wettbewerb hier. Für die älteren Jungforscherinnen und Jungforscher gibt es noch den Bundeswettbewerb. Für die inhaltliche Betreuung können sich die Schülerinnen an die jeweiligen Fachlehrkräfte wenden, wenn es um Projekte aus der Physik, den Geo- und Raumwissenschaften oder der Technik geht.